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Nachtrag zu meinen Ferien an der Côte Azur letzten Sommer. Ich veranstaltete ein kleines Photo-Shooting mit einer Möve die es sich zum Spass machte, mit und gegen den Wind zu fliegen. So konnte ich ganz entspannt warten, bis sie sich gegen den Wind die Küste hochkämpfte und direkt an mir vorbei flog (gaaaanz langsam).
Ich danke dem Federvieh, dass es sich so kooperativ und fotogen gezeigt hat
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Nachtrag zu meinen Ferien an der Côte Azur letzten Sommer. Ich veranstaltete ein kleines Photo-Shooting mit einer Möve die es sich zum Spass machte, mit und gegen den Wind zu fliegen. So konnte ich ganz entspannt warten, bis sie sich gegen den Wind die Küste hochkämpfte und direkt an mir vorbei flog (gaaaanz langsam).
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Nachtrag zu meinen Ferien an der Côte Azur letzten Sommer. Ich veranstaltete ein kleines Photo-Shooting mit einer Möve die es sich zum Spass machte, mit und gegen den Wind zu fliegen. So konnte ich ganz entspannt warten, bis sie sich gegen den Wind die Küste hochkämpfte und direkt an mir vorbei flog (gaaaanz langsam).

Ich danke dem Federvieh, dass es sich so kooperativ und fotogen gezeigt hat

Reisetagebuch Sommer 2011

Montag, 1. August 11 – Aarau, Menton, Nizza
Vor einem Tag versuchten Livia und ich ein Last Second Flug zu erwischen, um spontan mit Sack und Pack in die Sommerferien zu reisen. Es zeigte sich jedoch, dass in der Hochsaison dies sehr selten der Fall ist. Also kehrten wir um und nahmen den Zug zurück nach Aarau. Auf dem Weg nach Hause beschlossen wir, mit dem Auto, Südfrankreich, genauer die Côte Azur zu besuchen. Gleich mit der Reise zu beginnen klappte allerdings erneut nicht: Im Radio meldete man Stau am Gotthard… Ich habe wirklich keine Lust in einer 17km langen Röhre quer durch das Bergmassiv auf das grüne Licht zu warten, um dann Tröpfchenweise in das Tessin zu gelangen. Wir verschoben unsere Abfahrt auf Montagmorgen und machten uns einen gemütlichen Abend mit Weisswein.
Um 9:30 Uhr fuhren wir los (geplant war 7:30…) und kamen mit Livia am Steuer zügig durch das Schweizer Mittelland und den Gotthard Tunnel um dann um ca. 12:00 die Grenze zu passieren. Der motivierte Zollbeamte liess uns mit einer kaum wahrnehmbaren Handgeste ohne Kontrolle passieren. Ich übernahm kurz vor dem Zoll, nach einem kleinen McWrap, das Steuer und beschleunigte nun in Richtung Milano. Nach ein paar Maut-Stellen und deren  überglücklichen, unterbezahlten Arbeiter war freie Fahrt. Ich habe bis jetzt nicht verstanden, wie die Italiener mit den Tempobegrenzungen interpretieren: Verschiedene Spuren weisen verschiedene Geschwindigkeiten aber diese variieren zwischen 50 und 110. Doch diese Angaben ändern sich laufend nach ein paar Kilometern. Teilweise sind sogar zwei Angaben, die sich widersprechen. Es handelt sich also mehr um Richtlinien also um Gesetze. Mit durchschnittlich 140 km/h (um mit dem Verkehrsfluss mitzuhalten) ging es schnell in an Milano vorbei und gegen Genua zu. Die Luft wird zunehmend salziger wie ich bemerkte, als ich wie ein Hund meine Nase aus dem Autofenster streckte. Kurz darauf war die Küste in Sicht. Es bot ein idyllisches Panorama, dass unglücklicherweise durch die hohen Dezibel-Schutzwalle der Autobahn gestört wurde. Durch der kurze Halt in Menton, an der Promenade, und einem erfrischenden Getränk, konnten wir uns ein wenig von den Strapazen erholen. Nur meine Seitwärts-Parking Künste liessen zu wünschen übrig: Ich bin rechts in eine Einbahn abgebogen und konnte nicht so schnell wieder zurück. Kurzerhand manövrierte ich den Opel, als einziges Auto, verkehrt in die Lücke. Wobei kurzerhand ein wenig übertrieben ist… Ich küsste mit dem Pneu wiederholt den Bordstein. Darauf ging es wieder auf die Strasse und Nizza begrüsste uns mit einem fetten Grinsen, denn es war 18:00 Uhr… Rush-Hour.. Nach diversen Beinahe-Crashs, lautem Hupen, verbotenen U-Turns und wiederholtem entschuldigen per Handgeste, erreichten wir die Promenande des Anglais. Dank einem kleinen, völlig überteuerten, Parkhaus konnten wir zu Fuss weitergehen und uns per Tourismus-Center ein günstiges Hotel buchen. Nach der Inspektion der Zimmer (sehr klein, Badezimmer in Einbauschrank montiert und mit Meerblick wenn man den Hals nach links verbog) konnten wir das Auto an der Promenade parkieren (20:00-09:00 Uhr Gratis). Danach in eine Pizzeria mit einem feinen Tropfen Bourdeaux, ein Verdauungsspaziergang am Strand entlang nach zum Hotel und dann das wohlverdiente Bett. Gute Nacht!
Dienstag, 2. August 11 – Nizza
Um 9:00 Uhr wurden Livia und ich von dem altbekannten iPhone-Weckton aus dem Schlaf gerissen. Also eigentlich wurde lediglich ich wach, denn meine geliebte Freundin drehte sich um und tat als wäre nichts gewesen. Es liegt also an mir das Auto von dem „über Nacht gratis Parkplatz“ zu entfernen. Schlaftrunken setze ich einen Schritt vor die Türe. Hell, heiss, laut… Ich werde fürs Erste 2 Euro für weitere 2 Stunden einwerfen um noch ein wenig das gemütliche aufwachen im Bett zu praktizieren. Wir gehen also um 12:00 in das Zentrum, assen ein Sandwich, kauften einen Sonnenschirm und ich mir einen Strohhut. Über die Parkgebühren müssen wir uns keine Sorgen machen. Die Polizisten nehmen ihre Arbeit bezüglich Parkbussen nicht sehr genau oder sie sind auf jeden Fall nicht sehr pünktlich (um 12:00 wird schliesslich auch bei der Polizei gegessen). Auf dem Rückweg parkierten wir den Opel um (in die nun offene Hoteleinfahrt) und schultern unser Schlauchboot „Seahawk 4“.
Nach einem Weilchen auf dem Meer muss ich stolz sagen, dass ich das kleine Loch in der Aussenhülle mit dem „Velo-Flick-Züüg“ erfolgreich versiegelt habe. Mit Flossen und Schnorchel erkundete ich das Mittelmeer: Das Wasser ist wie es der Name schon sagt Azurblau, doch die Sicht war keine fünf Meter und Fische habe ich auch keine gesehen. Nichts desto Trotz, lies ich mich in der Schwerelosigkeit treiben und genoss es königlich. Nachdem ich Livia mit einem kleinen Schubser, quasi ins Wasser gezwungen habe, wärmten wir uns am Steinstrand auf. Das Meerrauschen entspannte so sehr, dass ich auch gleich eingeschlafen bin. Nach zwei Stunden höchst erholsamen Schlaf packten wir unsere Sachen ein und gingen zurück zum Hotel, welches sich glücklicherweise nur auf der anderen Strassenseite befindet. Am Abend nahmen wir uns zum Ziel endlich diese öffentliche Fahrräder zu nutzen (in Paris sind wir kläglich an der Bedienung des Systems gescheitert). Dieses Mal klappte es und wir fuhren auf den Drahteseln der Promenade entlang bis zum Hafen.
In ein einem Restaurant nahmen wir ein Entercote und einen Wein aus der Provence zu uns. Der Blick auf den Hafen gab einen Einblick in die Dekadenz der Superreichen… Übertrieben, überflüssig und verdammt verschwenderisch! Aber jedem das seine. Zurück auf unseren Zweirädern machten Livia einen Halt bei Hagen-Daaz und bei einem weiteren Kaffee um noch einen Tropfen Bordeaux zu ergattern.

Mittwoch, 3. August 11 – Nizza, Monaco, Antipes, Cannes

Nach einem verspäteten Aufwachen in Nizza, waren wir um 11:30 Uhr soweit um loszufahren.Es trieb uns Richtung Moncao entlang der Küste. Sobald wir im Stadt-Staat angekommen sind ging das alte Prozedere der Parkplätze los. Doch ich hatte nach der Aktion in Nizza nun einiges dazu gelernt und parkierte im ersten Anlauf in eine kleine Lücke. Der zwei Stunden lange Spaziergang durch Monaco lies mich eines erkennen: Die in Nizza beschriebene Dekadenz war nicht gegen das! Die gleichen riesigen Yachten, nur etwa hundert mehr. Teuere Automobile wohin das Auge reicht. Vor dem Kasino wurde es noch übertriebener. Es glich einem Genfer Autosalon, nur das den jungen Schnöseln mit ihren Karren fast einer abging, wenn sie die Blicke der Passanten spürten. Nach einem kühlen Wasser am Hafen machten wir uns auf den Weg nach Cannes. Wir erkundeten noch die Region nach Antipes, doch es zeigte sich nicht von seiner schönsten Seite. Wir hielten also weiter auf Cannes zu, wo wir auch ein Hotel (Best Western) fanden. Ein sehr schönes Zimmer! Am Abend spazierten wir wiederum an der Promenade entlang. Es war von Menschen überlaufen, zum Teil auch weil ein Elektro Openair stattfand. Von dem wir uns aber fernhielten da aus der Ferne schon das langweilige Bum Bum zu hören war. Nach einer leckeren Portion Pasta sagen wir der Stadt zum ersten Mal gute Nacht.
Donnerstag, 4. August 11 – Cannes, Ile St-Honorat
Das Best Western Hotel bietet bis um 10:30 ein herzhaftes Frühstück im 6. Stock. Wir stärkten uns schlaftrunken, um danach pünktlich Richtung Hafen zu wandern. Unser Ziel heute ist eine kleine Insel vor dem Festland mit dem Namen „Ile St-Honorat“. Es ist eine kleine Klosterinsel (1.5 km lang / 400 m breit) auf der seit dem Mittelalter Mönche hausen und dort zehn Hektaren Wein anbauen. Scheinbar nur für den eigenen Bedarf… Es existiert noch eine Nachbarsinsel: „Ile Ste- Marguerite“ auf der früher der Mann mit der eisernen Maske seine Zelle hatte. Sie ist die grössere und somit die touristischere der beiden Inseln. Ich habe auch keine Lust meine Ferien mit depressiven Kerkerzellen zu vergeuden. Item, wir sind also vom Hafen von Cannes auf die „St Honorat“ gefahren und begannen dort unser Rundgang: Idylische Waldlandschaften mit Felsküsten und grossartigen alten Bauten säumten den Weg. Wir schnorchelten auf beiden Seiten der Insel und es war ein glasklarer Anblick. Ich sah nicht sehr viele Fische, doch das Szenario und die kleinen Fischschwärme lohnten sich alle Mal! Zwischen den beiden Inseln wurde das Panorama von Hunderten von Yachten und Booten gestört, doch wenn ich eines hätte, würde ich vermutlich auch genau an diesem Fleck der Erde anlegen. Das Gemisch zwischen türkis- und dunkelblau ist einfach zu verführerisch. Da ich meine Spiegelreflex-Kamera geschultert hatte, kamen wir nur sehr schleppend voran. Nach etwa drei Stunden machten wir uns auf den Rückweg. Fix und fertig von den Strapazen fiel ich ins Bett und schlief auch gleich ein. Livia hatte hingegen mehr Reserven. Sie blieb noch ein paar Stunden auf, während ich laut vor mich hin schnarchte!

Freitag, 5. August 11 – Cannes, Port-Grimaud, Le Lavandou, Hyères

Heute war ein spezieller Tag in unserem Programm: Wir fuhren um 12:00 Uhr in Cannes vom Hotel Best Western los und reisten alles der Küste entlang. Die Autobahn zu nehmen wäre eine Verschwendung der Aussicht und wir würden in Fréjus oder Toulan davon wegkommen. Nach wenigen Kilometern lohnte sich dies auch schon. „Sémaphore“ (Cap du Dramont) ist ein einmaliger Aussichtspunkt, an dem die rote Gebirgslandschaft und dass hellblaue Meer ein ideales Erinnerungsfoto ermöglichten. Die Retortenstadt Port-Grimaud war ein weiterer Halt wert: Dieses Klein-Venedig, gebaut als ein Projekt in den 60er Jahren, ist sehr ruhig und idylisch. Die Preise der Hotels jedoch teuer und übertrieben… Ein Spaziergang und ein Crepes machten diese Pause lohnenswert. Wenn ich zuviel Geld hätte, wäre dies ein geeigneter Ort führ eine Zweitwohnung. Jedes der Häuser besitzt einen eigenen Bootsanleger und somit dirketen Zugang zum Meer. Die Ruhe gibt den Eindruck einer Unversehrtheit. Als nächstes „Highlight“ der Tour wäre St-Tropez gewesen, doch nach der Dekadenz und der Wichtigtuerei in Monaco umfuhren wir diese prominente Stadt. In Le Lavendou gab es schöne aber überfüllte Sandstrände. Die Menschen zwängten sich wie in Legebatterien aneinander um noch ein „Platz an der Sonne“ zu ergattern. Die Stadt selbst war trist und karg. Nach kurzen Halt und noch kürzerer Diskussion fuhren wir weiter. Hyères, dass wussten wir, war ideal zum übernachten. Die Halbinsel bietet diverse kleine Hotels direkt an der Küste und noch mehr Campingplätze. In einem Quartier auf einer sehr holprigen Strasse fragte Livia die ersten Hotelbesitzer die Heute noch häufig verwendete Frage: „Avez vous des chambres libres ce soir?“ – „NON!“ Na dann, weiter im Text, respektive Richtung Hyères. Wir fragten in jedem Hotel nach doch die Antwort blieb die Selbe: „NON!“ Egal wo wir waren, ob in La Tour-Fondue (mmmh!) oder in Giens (wuff!) keine neue Antwort. Die Fragerei kostete uns viel Zeit. Es war bereits 20:00 Uhr! Auf einer kleinen Tafel an einer Strecke die ich in beide Richtungen schon zwei Mal gefahren bin heute, sehen wir ein Schild mit der Aufschrift „Best Western. Gare Hyères.“ Hurra! Eine Hotelkette auf die Mann sich verlassen kann! Die Frau an der Rezeption sah die Erschöpfung in unseren Augen und konterte mit einer guten Antwort: „Ce soir? Oui, nous avons des chambre libre!“ Erleichterung… Dusche, Pizza, Reisetagebuch, Bett!

Samstag, 6. August 11 - Hyères

Am Morgen kurz in Hyères nachgefragt im Office du tourisme und auch gleich ein Hotel in der Nähe gefunden. Hotel Port Helene heisst das zwei Sterne Prachtstück. Es ist wirklich grossartig, nicht das hier Sarkasmus gesucht wird! Wir haben eine eigene Terasse, den Parkplatz vor der Türe, 50 m bis zum Strand und es liegt gleich am Beginn Halbinsel, die wir gestern abgeklappert haben. Es wirkt sehr familiär: Ein älterer Herr an der Rezeption erklärt uns alles, hilft den Koffer das schmale Treppenhaus heraufzutragen und zeigt uns sogar, wie man den Fernseher bedient. Den Nachmittag verbrachten wir damit uns in der Sonne zu baden und auch noch einen Ausflug im Seahawk zu tätigen. Alles in allem ein sehr entspannter Tag. Livia hatte jedoch Kommunikationsprobleme mit den Autofahrer, die ihr ab und zu zuhupten oder ein Motorrad ihr gar ans Fenster klopfte. Jedoch nichts grösser erwähnenswertes… Am Hafen haben wir noch ein feines Rindsfilet verputzt und sind dann wieder Richtung Hotel gefahren. Morgen wird ein grosser Tag, hoffentlich stimmt das Wetter… Heute war es schon ein wenig bewölkt und ein paar Regentropfen sind auch schon gefallen. Für eine klare Nacht, welche für uns den Sternenteppich ausgerollt hat, reicht es aber! Mein Optimismus sollte genügen.. Wir werden sehen…
Sonntag, 7. August 11 – Hyères
Das Wetter sah am Morgen zu durchzogen aus, als dass unser geplanter Ausflug lohnenswert wäre. Wir beschlossen den netten Mann der Rezeption zu fragen, ob wir unseren Aufenthalt um eine Nacht (also bis Mittwoch) verlängern können. Die Antwort war positiv. Nur mit den „Hacken“, dass wir das Zimmer in der letzten Nacht noch wechseln müssen. Aber egal, das stört uns nicht im Geringsten. Es wurde also ein Ruhetag eingelegt. Einfach im Zimmer, respektive auf dem Balkon bleiben und den Tag geniessen. Das muss auch sein, gehört doch irgendwie zu den Ferien einfach vor sich hin zu gammeln.
Montag, 8. August 11 – Hyères, Porquerolles
Erstes Problem am Morgen: Wo sind meine Badehosen? Ich hatte sie gestern (oder vorgestern?) am Balkongeländer zum trocknen aufgehängt… War der windige Tag gestern zu windig? Beim Morgenessen fragten wir dann den Hotelbesitzer und er hatte sie auch promt auf dem Areal gefunden. Alles geklärt, auf nach Port-Cros. Am Hafen von Hyères mussten wir um 12:00 Uhr entdecken, dass um 11:00 das Boot nach Port-Cros abgelegt hatte. Das nächste wäre um 14:30 und die letzte Rückfahrt um 17:30… Die Bootsfahrt dauert ausserdem 40 min also wäre es nicht sehr weise gewesen heute Port-Cros aufzusuchen. Wir haben also den Plan von Morgen vorgezogen und waren heute auf der Insel Porquerolles. Das Schiff verliess La Tour Fondue und war 15 min später am Ziel. Wir mieteten uns Velos und fuhren auf der Insel entlang. Immer wieder entzückten uns Aussichten mit türkisblauem Meer, Sandstränden und Pinienwälder. Alles zur selben Zeit. Es war wirklich traumhaft. Ein paar holprige Kilometer weiter war eine kleine Felsbucht in der wir beim schnorcheln eine kleine Qualle und ein Seestern antrafen. Der Nachmittag war nach dem (Sonnen-)baden schnell vorbei und der Hunger gross. Das Restaurant am Hafen war geeignet um uns mit Pasta zu stärken. Ab ins Hotel und zeitig ins Bett. Morgen wollen wir natürlich das 11:00 Uhr Boot erwischen. Dieses Mal wird es klappen!



Dienstag, 9. August 11 – Hyères, Port-Cros
Wie geplant standen wir um 11:00 Uhr am Hafen um das Boot nicht zu verpassen. Die Überfahrt war einiges länger als gestern, also mussten wir uns in Geduld üben. Nach etwas mehr als einer halben Stunde sind wir dann angekommen und verpflegten uns an der Strandbar mit einem Panini. Lecker! Die Jungs der Bar sahen alle so aus, als hätten sie sich schon in den Morgenstunden zugedröhnt, ein sehr verlockendes Bar-Personal (im Ernst!). Wir beschlossen also nach dem Ausflug hierher zu kommen und uns ein paar Mojtos servieren zu lassen. Nach einem halbstündigen Fussmarsch erreichten wir die im Prospekt beschriebene Bucht mit den Schnorchel-Stationen: Es standen sechs Boien im Wasser, an denen man entlang schwimmen konnte um so die beeindruckende Unterwasserwelt zu beobachten. Ich war sehr erstaunt, denn die Fische zeigten überhaupt keine Angst… Sie kamen auf die Nähe von ein paar Zentimeter heran und verfolgten uns während des ganzen Tauchgangs. „Ich bin grösser als du, geh weg! Du musst doch Angst haben!“, dachte ich. Anscheinend waren diese Viecher völlig abgehärtet von all den Touristen. Die Tauchstrecke war lang und wir entschieden uns in der Hälfte abzubrechen um am Strand kurz Luft zu holen. Beim zweiten Anlauf musste ich geschickt einigen Quallen ausweichen und kam dann wieder zu einer Gruppe Fische. „Die berühren dich nicht, die drehen kurz vorher ab!“, hörte ich die Stimme von Livia in meinem Kopf. Ich hielt meinen grossen Zeh vorsichtig in Richtung Fisch und staunte nicht schlecht, als dieser ihn mit seinem weichen Kiefer umschlingen wollte! Jaja, die drehen vorher ab…. Wir liefen einen anderen Weg zurück. Einen viel längern und viel steileren. Naja, dann hatten wir uns die Getränke am Hafen wirklich verdient! Bei den bekifften Typen der Bar tranken wir drei Mojitos und wankten gut angeheitert zum Boot. Am Festland angekommen sassen wir an einen Tisch der Bar „Mojotos Place“ und nahmen weitere vier zu uns… So dies reichte uns und wir machten uns auf den Weg zum Hotel. Noch ein kurzer Zwischenhalt an einem Jahrmarkt und dazugehörigem „Fear and loathing in Las Vegas“-Effekt und dann ab ins Bett!


Mittwoch, 10. August 11 – Hyères,La Ciotat, Cassis, Aarau

Heute wollten wir versuchen in Cassis ein Hotelzimmer zu finden. Von La Ciotat her (einem kleinen Fischerdorf mit sehr hübschen Gassen) gab es eine Passstrasse nach Cassis, die es in sich hatte. Enge Kurven und noch engere Situationen bei Gegenverkehr lies in mir den Rally-Fahrer aufkommen. Ich kurvte uns den Berg hinauf und hielt an einem Aussichtspunkt. Ein herrliches Panorama bot uns: Hügellandschaften so weit das Auge reicht und dazwischen eine Meereszunge, die an den Küstenregionen ein zartes Hellblau annahm. In Cassis ankommen waren wir aber mit einem Problem konfrontiert: Es gab keinen einzigen Parkplatz! Nirgends! In den letzten neun Tagen wurde ich immer dreister, was das Parkieren betraf, also stellte ich den Opel auf den nächsten freien Ort der Stadt. Wir schauten uns kurz die Hafen-Promenade an und entschieden uns, dass wir spontan hier keine Chance hatten etwas zu finden. Zu viele Leute, zu wenig Platz… Weiter Richtung Marsailles, Ankuntszeit ca. 18:00 Uhr? Nein, man soll aufhören wenn es am Schönsten ist, heisst es! Wir kommen sicherlich noch einmal hierher zurück, um Cassis unsicher zu machen. Um 16:30 Uhr machten wir uns also spontan auf den Rückweg nach Aarau und kamen dann um exakt 00:00 an. 

Schade ist es vorbei, doch ich durfte mit meiner Freundin die schönsten zehn Tage seit langem verbringen! Ich bin überglücklich, mit Erinnerungen bis oben vollgestopft und bekomme das Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht! Danke Livia, danke Frankreich!
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